Staatsanwalt weißt Vorwürfe in Kinderporno-Affäre zurück
Karlsruhe (dts) – Die Karlsruher Staatsanwaltschaft hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, wonach der Bundestagsabgeordneten Jörg Tauss (SPD) im Zuge der Ermittlungen wegen Kinderpornografie “vorverurteilt” worden sei. Oberstaatsanwalt Rüdiger Rehring sagte dem “Tagesspiegel”, die Staatsanwaltschaft sei “so zurückhaltend wie möglich vorgegangen.” Er habe sich erst geäußert, nachdem die Vorwürfe bereits in den Medien bekannt geworden seien: “Ich habe lediglich erklärt, dass wir bei der Durchsuchung von Räumen von Herrn Tauss am vergangenen Donnerstag in Berlin fündig geworden sind und einschlägiges Material sichergestellt haben, und dass es keine Anhaltspunkte gibt, dass Herr Tauss dieses Material für seine Tätigkeit als Abgeordneter benötigt hat”, so Rehring gegenüber der Zeitung weiter. Tauss` Anwalt Jan Mönikes hatte am Wochenende erklärt, das Verhalten der Karlsruher Ermittler komme “einer sozialen Exekution” seines Mandanten nahe. Es dränge sich der Verdacht auf, dass “jemand zur Strecke gebracht werden soll”