Amstetten-Prozess gegen Josef Fritzl läuft schneller als geplant
St. Pölten (dts) – Der Prozess gegen den sogenannten “Inzest-Täter von Amstetten” geht offenbar zügig voran. Gerichtssprecher Franz Cutka sagte nach dem Ende des ersten Verhandlungstages, bereits heute sei ein Teil der 11-stündigen Aussage der heute 43 Jahre alte Tochter Elisabeth vorgespielt worden. Dies war erst für morgen geplant gewesen. Lediglich Elisabeth war offenbar zu einer Aussage bereit gewesen, die Kinder sollen sich laut Cutka geweigert haben. Der angeklagte Josef Fritzl hatte bereits am Vormittag ein Teilgeständnis abgelegt. Demnach bekannte er sich der Blutschande und Freiheitsberaubung für schuldig. Der Nötigung und Vergewaltigung bekannte er sich nur teilweise für schuldig, des Mordes und der Sklaverei für gar nicht schuldig. Laut der Anklage hatte Fritzl seine Tochter 24 Jahre lang im Keller seines Hauses gefangen gehalten und mehrere tausend Male vergewaltigt. Dabei zeugte er offenbar sieben Kinder mit ihr, wovon eines kurz nach der Geburt starb. Das Urteil wird am Freitagnachmittag erwart
et. Das Medieninteresse ist unterdessen ungebrochen. Auf Journalistenanfragen wurde mitgeteilt, dass Fritzl am Mittag des ersten Prozesstages Sojalaibchen mit Kartoffelpürree gegessen habe, und am Abend Bratwürste mit Senf und Gebäck serviert bekommen werde. Besondere Sicherheitsmaßnahmen gebe es für den Angeklagten nicht.
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