Infratest und Emnid bei Waffenkontrollen und Killerspielen widersprüchlich
München (dts) – Nach dem Amoklauf von Winnenden sind zwei große Meinungsforschungsinstitute zu sehr unterschiedlichen Umfrageergebnissen gekommen. Während in einer am Montag dieser Woche durchgeführten Umfrage von “Emnid” im Auftrag von N24 noch 72 Prozent der Befragten schärfere Waffenkontrollen befürworteten, sind es bei einer am Dienstag und Mittwoch durchgeführten Umfrage von “Infratest” im Auftrag der ARD nur noch eine Minderheit von 45 Prozent der Deutschen. Bei dem Verbot von sogenannten “Killerspielen” zeigt sich ebenfalls ein sehr unterschiedliches Bild. Infratest misst einen Wert von nur 41 Prozent der Deutschen, die diese Computerspiele grundsätzlich verbieten wollen. Bei Emnid sind es dagegen 69 Prozent. “Mit statistischen Fehlertoleranzen können diese großen Differenzen in den Umfragen zumindest nicht erklärt werden”, sagte ein Soziologe der dts Nachrichtenagentur. Beide Umfragen wurden bei rund 1.000 Deutschen durchgeführt und beanspruchen “Repräsentativität”.
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