Monsanto prüft rechtliche Schritte gegen Genmais-Verbot

Berlin/Darmstadt (dts) – Der Saatguthersteller “Monsanto” will möglicherweise gegen das gestern ausgesprochene Verbot der Saatgutsorte MON 810 juristisch Vorgehen. Von MON 810 gehe keinerlei Gefahr für Menschen, Tiere oder die Umwelt aus, sagte der Sprecher von Monsanto Deutschland, Malcharczyk, dem “Deutschlandfunk”. Das Unternehmen werde nun alle Optionen prüfen und behalte sich juristische Schritte vor. Nach Ansicht von Beobachtern könne eine Schadensersatzklage einen Umfang von vielen Millionen Euro haben. Auch die EU-Kommission erwägt offenbar einen Einspruch gegen das in Deutschland erlassene Genmais-Verbot. Eine Sprecherin sagte bereits gestern in Brüssel, man werde nach einer Prüfung der Argumente über das weitere Vorgehen entscheiden. Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner hatte am Dienstag den Verkauf und die Aussaat der Genmaissorte MON 810 untersagt, die von der Europäischen Union jedoch zugelassen ist. Uneinigkeit gibt es dabei weiterhin über die Umweltverträglichkeit von genetisch verändertem Ma
is.

(C) dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Keine Kommentare möglich.