Erzbischof Zollitsch berichtet dem Papst über Missbrauchsfälle
Vatikanstadt (dts) – Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, trifft sich heute mit Papst Benedikt im Vatikan. Das Hauptthema der alljährlichen Beratungen mit dem Pontifex werden wahrscheinlich die kürzlich bekannt gewordenen Missbrauchsfälle gegen Kinder und Jugendliche an katholischen Einrichtungen sein. Zollitsch hat indes eingestanden, dass man die Fälle im Vorfeld unterschätzt habe. Der Papst hatte schon bei den Missbrauchsfällen an Kirchen in den USA konsequent durchgegriffen und gefordert, dass die Täter sowohl juristisch als auch politisch verfolgt werden sollen. Die deutsche Kirche hat in den vergangenen Tagen angekündigt, dass sie keine Hilfe von außerhalb für die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle brauche. Die meisten der in Deutschland bisher bekannt gewordenen Missbrauchsfälle liegen mehr als 40 Jahre zurück. Politiker haben jetzt gefordert, die Verjährungsfrist für Missbrauch anzuheben.
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Die bisherige Praxis hat erwiesen, dass die kath. Kirche dringend Hilfe von außen braucht um ihre Probleme aufzuarbeiten.
Abgesehen davon ist Kindesmissbrauch ein Straftatbestand, der von Staats wegen verfolgt werden muß. Das entscheidet nicht die Kirche.
Mein größter Respekt gilt Frau Leutheuser-Schnarrenberger, die sich vorbildlich verhält.