Studie: Sichelzellanlage fördert körperliche Entwicklung afrikanischer Kinder
Hamburg (dts) – Forscher des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNI) in Hamburg haben erstmals nachgewiesen, dass sich Kinder mit der Anlage zur Sichelzellanämie in Malariagebieten besser und schneller entwickeln als Kinder ohne diese Anlage. Für eine Studie hatten die Wissenschaftler zwei Jahre lang mehr als 1.000 Kinder in Ghana untersucht. Die Forscher kamen dabei zu dem Ergebnis, dass eine einfache Sichelzellanlage, bei welcher der Gendefekt nur von einem Elternteil vererbt wird, das Risiko einer Unterentwicklung um die Hälfte senkt. Grund dafür sei der Schutz vor häufigen Malariaerkrankungen und der damit verbundenen chronischen Blutarmut. Eine doppelte Anlage führt als Sichelzellanämie unbehandelt meist bereits in der Jugend zum Tod.
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