Billigflüge und Billigfluggesellschaften in Europa
Mitte der 90er Jahre wurde der Flugverkehr innerhalb Europas preistechnisch revolutioniert. Die Marktmodelle US-amerikanischer Billigfluggesellschaften wurden auf den europäischen Markt übertragen.
Hatten früher etablierte Airlines wie die Deutsche Lufthansa noch eine große Marktmacht, wurden ihnen mittlerweile viele Marktanteile von kleinen innovativen Fluggesellschaften abgejagt, die Flüge innerhalb Europas zu einem Bruchteil des vorherigen Preises anboten. Air Berlin, Ryanair oder easyJet sind nur einige der neuen Flugunternehmen, die sich auf dem Markt etabliert haben.
Diese Billigfluggesellschaften konnten ihre Kosten enorm durch Rationalisierungen und Komforteinsparungen senken. Vor der Ära der heutzutage so stark diskutierten Billigflüge war zum Beispiel das Servieren von Menüs während des Fluges bei den meisten Airlines gängiger Standard. Viele Billigfluggesellschaften bieten diesen Service heutztage nur gegen Aufpreis an.
Außerdem wurden durch neue Technologien z.B. über die Buchung über das Internet, Prozesse kostengünstig automatisiert. Frühbucher können so manches Schnäppchen machen und auch heute noch mit viel Glück Tickets für innereuropäische Flüge beispielsweise von Berlin nach London für unter 30 Euro buchen. Jedoch gilt auch bei den Billigfluggesellschaften das Prinzip “Nur wer früh bucht, spart.” Möchte man kurzfristig einen Flug antreten, sind die Preisunterschiede im Vergleich zu den etablierten Fluggesellschaften nicht mehr so enorm. Der Kunde muss außerdem häufig auch in Kauf nehmen, kleinere Flughafen aufsuchen zu müssen, die vielfach schlechter zu erreichen sind als größere Flughäfen.
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