Bananenkisten als kostenlose Umzugskartons – dank REWE

Beim Umzug stellt sich immer wieder die Frage: Wohin mit den ganzen Sachen? Umzugskartons sind natürlich sehr praktisch, müssen aber in der Regel erst gekauft werden. Für einen neuen Umzugskarton in den Maßen 60 x 33 x 40 mit einem Volumen von 80 Litern zahlt man ca. 1,40 Euro brutto plus Versand. Die kostenlose Alternative sind Bananenkisten.

Die Vorteile liegen darin, dass man die Kisten kostenlos beim Supermarkt um die Ecke abholen kann. Bananenkisten sind äußerst stabil. Zudem kann man aus einer Bananenkiste zwei Umzugskartons machen: Der Boden ist stabil und kann für schwere Dinge wie Bücher verwendet werden, das Oberteil taugt für eher leichtere Lasten wie Kleider. Die Pappeinlage schneidet man einfach in der Mitte durch und deckt dadurch das größere Loch im Deckel sowie das kleinere im Boden ab. Und selbst gefüllt sind sie weniger schwer als die großen Standard-Umzugskartons. Während des Umzugs stapelt man sie am besten jeweils 90° versetzt.

Nachteile gibt es natürlich auch. Zum einen muss man sie durch häufige Besuche im Supermarkt zeitig besorgen. Bis zu vier Kartons sind in der Regel möglich, genau die Menge, die man gut tragen kann. Entweder zwei hochkant auf jeder Seite (mit breitem Griff in die möglichst nah zueinander gebrachten Öffnungen, was bei längeren Strecken aber für einen Krampf in den Händen sorgen kann) oder übereinander gestapelt vor dem Bauch. Und sie lassen sich im Gegensatz zu den Profi-Kartons nicht platzsparend falten.

Nach dem Umzug stellt sich also die Frage: Wohin mit den Dingern? Wenn genug Platz im Keller ist, können sie dort gestapelt für den nächstmöglichen Einsatz gelagert werden (ein gelber Sack darunter schützt vor Schimmel). Alternativ gibt man sie an den nächsten Bedürftigen weiter, lagert Dinge darin ein oder bringt sie zum Altpapier.

Es empfiehlt sich bei neuen Kisten, diese im Keller zu lagern und nicht in der Wohnung selbst. Bananenstauden sind hochgezüchtete Pflanzen, die  aufgrund Ihrer Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten mit Pestiziden behandelt werden. Es ist also nicht auszuschließen, dass auch die Kisten Ablagerungen enthalten. Kisten, die man jahrelang in Verwendung hat bzw. im Keller lagert, dürften weitgehend “ausgedünstet” sein. Die Plastikfolie, in welche die Bananen eingewickelt sind und die möglicherweise auch die Kisten ein wenig schützt, sollte auf jeden Fall umgehend in gelbe Säcke entsorgt werden. Wer Alltagsgegenstände nicht solchen Kisten anvertrauen möchte, muss eben klassische Umzugskartons kaufen.

Mein spezieller Dank geht an die REWE-Supermärkte. Hier war es – beginnend bei den Studentenzeiten ohne große finanzielle Mittel – bis heute problemlos möglich, mehrmals die Woche kostenlos Bananenkisten abzuholen. Bei ALDI habe ich es nie versucht, an Penny und Lidl kann ich mich nicht mehr entsinnen. Hinweise in den Kommentaren, ob es hier Möglichkeiten gibt oder nicht, sind willkommen. Für die Märkte ist es jedenfalls ein positives Mittel der Kundenbindung und der Öffentlichkeitsarbeit. Es kostet kein Geld, die Kisten werden meines Wissens sowieso entsorgt und die Übergabe der Bananenkisten ist schnell über die Bühne.

Und früher fand sich zuweilen noch eine übersehene Banane in den Kisten als willkommener Umzugssnack :)

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2 Kommentare
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  1. Netter Tip, aber uralter Hut. Buchhändler auf Flohmärkten benutzten die schon sei Jahren.

  2. Sicherlich nix Neues als solches. Aufhänger dieses Berichtes war aber, dass beim aktuellen Umzug weiterhin problemlos Bananenkisten bei REWE erhältlich waren. Und es wurde auch versucht, einige Infos zusammenzutragen, die so bislang nicht zu finden waren.